Klimagenusswochen starten!

Eingetragen bei: Allgemein | 0

Von 18. Mai bis 17. Juni laden zahlreiche Events und Tipps herzlich zum Klimagenuss ein!

Unter dem Motto „Altes reparieren, Neues ausprobieren“ gehen auch heuer wieder die Klimagenusswochen in ganz Oberösterreich über die Bühne. Ob gemeinsamer Filmgenuss, der Besuch eines Repair-Cafés oder Ausflüge mit dem Rad, der Name ist Programm: Rund um den Weltumwelttag am 5. Juni setzen rund 100 Veranstaltungen ein gemeinsames Zeichen für mehr klimafreundliche Lebensqualität und laden herzlich ein, selbst genussvolle Beiträge zum Klimaschutz auszuprobieren!

Der Auftakt findet im Rahmen von „Linz erblüht“ am 18. und 19. Mai: Am Freitag lädt das Klimabündnis OÖ zu einem Klimaquiz mit bio-fairen Produkte bzw. Bio-Samen und Südwind OÖ zu einer fairen Schokoverkostung ein. Am Samstagnachmittag werden vor Ort PET-Flaschen und Tetrapaks zu Gemüsetöpfen recycelt.

Heuer steht unser Ressourcenverbrauch im Fokus, schließlich werfen wir jährlich pro Kopf durchschnittlich 40kg Lebensmittel oder 20kg Elektroschrott weg. So fällt auch mehr als die Hälfte unseres ökologischen Fußabdrucks auf die Bereiche Ernährung und Konsum. Das Gute daran: Entsprechend groß sind Spielräume und Wirkung unserer Schritte in Richtung nachhaltigeren Lebensstil!

Liebgewonnenes reparieren

Besonders hoch ist der Ressourcenverbrauch bei technologischen Geräten, weswegen eine möglichst lange Nutzungsdauer von großer Bedeutung ist. Trotzdem stehen Autos durchschnittlich 23 Stunden am Tag – sind also mehr „Steh-“ als Fahrzeuge – und obwohl die meisten Haushalte eine Bohrmaschine besitzen, verwenden wir sie durchschnittlich nur 13 Minuten – im gesamten Leben! Auch hier gilt: Weniger ist oft mehr – und vieles lässt sich zum gegenseitigen Vorteil auf die Beine stellen: Autos, Werkzeuge und Gemüse können geteilt oder Kleider, Bücher und Pflanzensamen getauscht werden.

Beim Einkauf selbst wiederum sind langlebige, multifunktionale, verpackungsarme oder recycelte Produkte zu empfehlen. Dank schonender Nutzung lässt sich dann auch die Nutzungsdauer erhöhen: Für die Handyakkulaufzeit beispielsweise können Displayhelligkeit, laufende Funkschnittstellen und dauer-synchronisierende Apps zurückgeschraubt werden. Gehen Geräte kaputt, lassen sie sich im besten Fall durch die eigene Hand oder entsprechende Dienstleister wieder reparieren – andernfalls werden sie am besten im nächsten Altstoffsammelzentrum der Wertschöpfungskette wieder zugeführt.

Kostbares genießen

Wenn wir uns den CO2-Verbrauch von Lebensmitteln vor Augen halten, wird schnell klar, wieviel Gestaltungsmöglichkeiten es in diesem Bereich gibt: Der CO2 Rucksack von einem Kilogramm Rindfleisch ist rund 40mal größer als jener von einem Kilogramm Gemüse. Gleichzeitig spielen Saisonalität und Produktionsweise eine große Rolle: Es macht eben einen Unterschied, ob ein Kilo Tomaten aus der Region im Treibhaus (9,3 kg CO2) gezogen wird oder im Freiland (0,085 kg CO2) wächst. Wer zu zertifizierten Bio-Lebensmitteln greift, kann den CO2-Ausstoß nochmal um bis zu 40% senken – und handelt obendrein bienenfreundlich. Gleichzeitig beugen Einkaufszettel, richtige Lagerung und kreative „Restlverwertung“ Abfällen vor. Kurzum: Schon ein fleischfreies Gericht pro Woche und biologische wie saisonale Produkte in passender Menge wirken sich positiv für’s Klima aus.

Alle Infos, Termine und der kostenlose Folder „Lust auf Leben“ mit vielfältigen Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil sind auf www.klimagenusswochen.at zu finden.

TIPPS FÜR DEN ALLTAG:

  • In den 21 OÖ Revital-Shops können gebrauchte Gegenstände in Top-Qualität erworben werden
  • Der Reparaturführer vermittelt Kontakte zu Reparaturbetrieben: www.reparaturfuehrer.at
  • Besuchen Sie ein Repair-Café: Bei diesen Treffen werden mitgebrachte Dinge gemeinsam mit Fachkundigen repariert – die nächsten Termine: 24. Mai in Wels, 25. Mai in Grieskirchen, 6. Juni in Linz oder am 8. Juni in Vöcklabruck.
  • Die kostenlose App „Gutes Finden“ ist ein Wegweiser für zahlreiche DirektvermarkterInnen von Bio-Lebensmitteln, nachhaltige Restaurants und ProduzentInnen.
  • Über 200 FleischfreiTag-Partnerlokale auf Ihren Besuch: www.fleischfrei-tag.at
  • „Is nu guat“ zeigt auf, dass Lebensmittel zumeist auch nach der Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar sind: www.isnuguat.at

VERANSTALTUNGSTIPPS:

  • Reparaturlehrgang, am 24.5.2018, 14:00-18:00 Uhr: Die kostenlose Führung durch das Linzer Stadtgebiet eröffnet einen Überblick über die kreativen und zivilgesellschaftlichen Linzer Initiativen im Bereich Repair & Reuse. Wir besuchen diese Initiativen vor Ort und kommen über Nachhaltigkeit und Motivation zur Selbstgestaltung ins Gespräch.
  • KlimaGEHnuss im Pesenbachtal, am 26.5.2018, von 9:00 – 18:30 Uhr: Interkulturelle Wanderung mit AsylwerberInnen organisiert von ULF, Acrobalena und Verein KIM – ein Kennenlernen von Oberösterreich: Bei netten „GEHsprächen“ und gemeinsamen „EssGEHnuss“ (Picknick) steht der interkulturelle Austausch im Zentrum.
  • KlimaKino „Kein Essen im Tank“, am 29.5.2018 um 17:30 Uhr in der PH LInz: Gezeigt wird der Film „Herr Abass und das geklaute Land“ mit anschließendem Filmgespräch und Diskussion mit Brigitte Reisenberger (FIAN Österreich), Norbert Rainer (Klimabündnis OÖ), Susanne Loher (Südwind OÖ) und Thomas Mohrs.
  • Tour de ReVital Shops – am 8.6.2018, 14:00 – 17:00 Uhr: Eine genussvolle wie informative Radfahrt durch Linz mit Vorstellung des Volkshilfe ReVital Shop Linz Ebelsberg, des Aufbereitungsbetriebs Volkshilfe Arbeitswelt GmbH Linz, des Volkshilfe ReVital Shop Linz und des Volkshilfe ReVital Shops Urfahr.
  • Klimagenusscamp: Kostbares teilen – am 9.6.2018, 9:30 – 14:30 im Wissensturm: Wie retten wir kostbare Lebensmittel vor dem Abfall und unterstützen nachhaltige ProduzentInnen? Wie können wir uns für gutes wie klimafreundliches Essen für alle engagieren? An diesem Tag sind aktive wie interessierte AkteurInnen eingeladen, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und sich Werkzeuge und Know-How anzueignen. Das erste Klimagenusscamp des Klimabündnis OÖ orientiert sich am offenen und partizipativen Modell des „Barcamp“, wonach es keine ZuschauerInnen, sondern nur TeilnehmerInnen gibt. Teilnehmen werden ua. Beate Adam (Über den Tellerand), Gerhard Zwingler (Nets.Werk), Anna Gruber (Initiative Foodsharing), Bernd Fischer (Um‘s Egg – 1. Ennstaler Genossenschaftsgeschäft), Hannah Kordes (Leisenhof-Gärtnerei) oder Dominik Dax (Bio Austria).

Hinterlasse einen Kommentar

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *