“Kochen im und vom Müllcontainer”

Eine Aktion im Rahmen der Rio +20 Nachfolgekonferenz

am 4.6.2012, vor der “Arge für Obdachlose” in Linz!

Die UN-Konferenz 1992 war ein Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen weltweit. Bei der Nachfolgekonferenz RIO+20 wird Bilanz gezogen. Denn so wie bisher kann es nicht weitergehen. Die vor 20 Jahren angesprochenen Probleme haben sich in vielen Bereichen massiv verschärft. Das erkennen immer mehr Personen, die sich weltweit für eine „andere Welt“ engagieren.

Im Zuge der oberösterreichweiten Weltumweltwochen-Klimagenusswochen und der Vorbereitung zur Rio +20 Konferenz hat nun vor dem Vereinssitz der „Arge für Obdachlose“ ein gemeinschaftliches Kochen von Klimabündnis OÖ und Frühling 2012 in einem umgebauten Müllcontainer des Künstlers Andi Strauss
Vom Biohof Achleitner erhielten wir für diese Veranstaltung jene Produkte, die aufgrund ihres Äußeren nicht bzw. nicht mehr von den KonsumentInnen nachgefragt wurden, aber noch genießbar sind. Diese wurden vor Ort zu einem köstlichen veganen Eintopf verarbeitet.

Wir wollen mit diesem Projekt in den Weltumweltwochen-Klimagenusswochen einerseits auf einen sorgsamen und klimaschonenden Umgang mit unseren Lebensmitteln aufmerksam machen und andererseits auf die wachsende Kluft zwischen Armen und Reichen sowohl innerhalb einzelner Länder als auch weltweit hinweisen. „Viele Menschen können sich auch in reicheren Ländern kaum noch Lebensmittel leisten, andererseits landen immer mehr verzehrfähige Lebensmittel auf dem Müll – eigentlich ein Widerspruch in sich! Nahrungsmittelspekulationen aufgrund der Nachfrage nach Biotreibstoffe und auch unser Konsumstil, mit dem ausgeprägten Wunsch nach frischen Lebensmitteln zu jeder Tages- und Nachtzeit verschärfen diese verteilungspolitische Problematik!“ kritisiert Hermann Rainer vom Klimabündnis OÖ den verschwenderischen Umgang mit den lebensnotwendigen Gütern.

“Über 1.000 Menschen, die sich so elementare Bedürfnisse wie Wohnen und oft auch eine gesunde hochwertige Ernährung nicht leisten können, finden jedes Jahr Unterstützung im Verein Arge für Obdachlose. In Linz muss glücklicherweise niemand mehr verhungern oder ohne Schlafplatz erfrieren, trotzdem sind rund 11 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet und kann an vielen Bereichen die gesellschaftlichen Lebens nicht teilhaben”, meint Heinz Zauner vom Verein Arge für Obdachlose.

Die Aktion ging vom Verein “Arge für Obdachlose”, Frühling 2012 und Klimabündnis Oberösterreich aus.

weitere Informationen zu Rio +20 siehe http://www.rioplus20.at/



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